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… sum namteflih dnudna mein tedachs!

Schadet niemand, und hilfet …

O Mensch, der du jetzt mit halbem Ohr
diese Radiosendung vernimmst,
wisse, daß du in diesem Moment
über dein weiteres Leben bestimmst.
Nimm dein Los und dein Telefon fest in die Hand
und wähle die folgende Nummer.
Bei uns im Studio sitzt Madame de la Rue
mit der Lösung für Schmerzen und Kummer.

Nenn’ von deiner Empfängnis den Ort und die Art
und von deiner Geburt die Sekunde.
Schon zeigt ihr ein Blick in ihr Astrolab
jeden Winkel von dir, jede Wunde.
Null eins neun null vier sieben eins eins,
nur ein Euro für achtzehn Sekunden.
Tu’s unbedingt, ich weiß, es gelingt,
du wirst an Körper und Seele gesunden.

So heilen wir alle, so helfen wir gern;
sicher wird man das freundlich vermerken.
Schadet niemand, und hilft,
man muss die Gläubigen stärken
in Gedanken, Worten und Werken.



O Mensch, der du einen Fernseher hast
und der Verspannung und Unwohlsein spürt!
Zu dieser Stunde in diesen Kanal
hat dich ein günstiges Schicksal geführt.
Leg deine Hand einfach auf das Gehäus’
und atme bewusst und entspannt …
Stell die Pupillen auf Unendlich …
minimiere deinen Verstand …

Schau mir tief in den Bildschirm, ergib dich gelöst
in meine sanfte Gewalt.
Meine Aura schwebt schon durch den Äther,
und genau über dir macht sie Halt.
Spüre den Sog, erfahre den Schub!
Du musst mir nur inniglich glauben.
Schon bist du am Ziel, schon wirst du stabil –
Diese Kraft kann dir keiner mehr rauben.

So heilen wir alle, so helfen wir gern;
sicher wird man das freundlich vermerken.
Schadet niemand, und hilft,
man muss die Gläubigen stärken
in Gedanken, Worten und Werken.



© 1996 Werner Bönzli, Reichertshausen


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